(Kategorisierung von Textsorten, Bestimmung von Qualitätsparametern, Klassifizierung linguistischer Konstanten etc.) setzte man auch Erkenntnisse der Hochschulforschung in die Praxis um, wobei sich wiederum Synergieeffekte ergaben.

2013 wurde die Beta-Version der myproof-Suite auf der Messe für technische Kommunikation (tekom) der Weltöffentlichkeit vorgestellt, heimste kurz darauf zwei Preise, u.a. für mittelständische Innovationen, ein und erfährt seitdem große Zustimmung von Seiten der Industrie.

myproof ist in zwei Komponenten verfügbar: zum einen als sehr preisgünstige und komplett online hantierbare myproof platform mit den Basictools des großen Bruders für einzelne, kleine und schnell verfügbare Stichproben-Prüfungen quasi von der Stange. Zum anderen gibt es den großen myproof manager als maßgeschneidertes Baukastensystem für kontinuierliche Qualitätssicherungen großer Textumfänge, das nach dem Prinzip so genannter „Eskalationsstufen“ funktioniert – vereinfacht ausgedrückt: je mehr Fehler,

 

desto größer der Verdacht auf Schlamperei, desto genauer die Prüfung.

Derzeit wird das zweite Release (mit Verbesserungen der Benutzer-Oberfläche, größerer Übersichtlichkeit, präziserer und effizienterer Fehlerermittlung, Angebot der Quelltext-Evaluation, Verschmelzungen sich überschneidender Leistungen, strengerer Normierungen diverser Features etc.) fertiggestellt.

Und wenn sich das erst herumgesprochen hat, dürfte sich der österreichische Universitas sehr viel schwerer tun, jemandem seinen Anti-Preis für die “Übelsetzung des Jahres” aufzubürden, der übrigens aus einer Liste professioneller Übersetzer und Dolmetscher besteht. Zuletzt traf es die Weinkellerei Schlumberger.

Den Slogan “Der außergewöhnliche Verführer” hatte der traditionsreiche Großhändler mit “The exceptional abuser”, also “Der außergewöhnliche Missbraucher”, für den Export uminterpretiert – ein nicht bloß peinlicher, sondern angesichts des berauschenden Produkts sogar ...